zu mir
Am Anfang war das Analog
Mein Vater hatte eine Wirgin Edixa-Mat Reflex Mod. D. Dieses Einsteigermodel entdeckte ich mit etwa 12 Jahren (1981). Nach kurzer Einweisung und mit einem ganz schlichten Belichtungsmesser ging es raus. Später, ab 18 kam meine erste „elektronische“ Kamera, eine Pentax P30 (Einsteigermodel). Neben dem Kit-Objektiv (50 mm f/2) später auch zwei Zooms von Maginon und die auch reichlich genutzt. Neben viel Landschaftsfotografie hatte ich auch Still-Leben und Menschen fotografiert.
Neben der Farbfotografie war ich auch in Schwarzweiß unterwegs. Wunderbarerweise bot damals das Jugendzentrum Regenbogen, in Hameln, auch sowas wie eine AG an, in der die SW-Negative entwickelt und davon Abzüge selbst gemacht werden konnten. Den gewünschten Bildausschnitt selbst bestimmen … Über ein Labor schwieriger.
Digitale Revolution
Anfang 2000 zeichnete sich die digitale Revolution ab, und für mich eine (zu lange) Pause. Schon länger mit Computer und Layout am Gange, überließ ich es anderen, Fotos zu machen. Vielleicht so ab 2010 schielte ich wieder in Richtung Fotografie. Es ging mit einem SonyErriccson-Handy los, dass noch einen richtigen Blitz an Board hatte. Später kamen Smartphones mit immer höherer Auflösung.
Mein Wiedereinstieg begann im Sommer 2022 mit einer gebrauchten Canon EOS 1200D. Mit Kit-Objektiv gebraucht knapp 200 €. Da kann nichts schief gehen. Kein Labor mehr, keine zusätzlichen Kosten, abgesehen von Speicherkarten, Akkus & Co. Klar, es blieb nicht dabei. Besserer Laptop, verschiedene Bildentwicklungs- und bearbeitungsprogramme ausprobiert, und heute mit Affiniy 3 und DXO Photolab 8 sehr zufrieden. (Nein, ich bekomme keinen Cent dafür.)
Wunderbarerweise gibt es hier die Fotografische Gesellschaft Hameln, mit etwa15 aktiven(!) Teilnehmern. Jeder hat seinen Stil, sieht die Welt anders, achtet auf anderes und fotografiert (anders). Dem anderen über Schulter gucken, oder durch dessen postierte Kamera neue Ideen sammeln, macht Fotografie spannender. An Bildbesprechungen teilnehmen und Kritik annehmen, um besser zu werden, ist für mich ganz wichtig. Dadurch lerne ich es am besten, meine Ideen und Eindrücke in eine Sprache zu übersetzen, die auch andere leichter verstehen.
Warum ich?
Was fasziniert mich an Fotografie? Es wurde doch schon alles fotografiert. Aber nicht von mir! Sehgewohnheiten werden verändert, neues kommt dazu und altes verschwindet. Mir geht es um Geschichten, diesen Moment zurückholen, Raum zum Verweilen geben, Atmosphäre greifbar machen.
Heute ist es immer einfacher Fotos zu erstellen, und Online zu bringen. Ich arbeite daran, Fotos ihren alten Glanz zurückzubringen; und nicht den Moment eins zu eins zu konservieren und wieder zu präsentieren. Es muss erzählen, es braucht Raum, um sich zu entfalten. (Ich arbeite daran!)